Amtstierärztin

Amtstierärztin

„Besonders schön finde ich, dass meine Tätigkeit einen echten Mehrwert schafft: für Tiere, für Bürger:innen und für die gesamte Stadtgemeinschaft.“

Dr.in Christina Danter

Stadt Steyr

Was macht eine Amtstierärztin?

Als Amtstierärztin im Magistrat Steyr arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Tierschutz, Seuchenbekämpfung und Lebensmittelhygiene. Mein Arbeitsalltag ist sehr vielseitig: Ich führe Fleisch- und Lebensmittelkontrollen durch, kontrolliere landwirtschaftliche Betriebe und Privathaushalte im Bereich Tierschutz und setze seuchenrechtliche Maßnahmen um. Außerdem stelle ich amtliche Zertifikate aus, verfasse Stellungnahmen für Behördenverfahren und arbeite eng mit unterschiedlichen Institutionen zusammen. Darüber hinaus bin ich Ansprechpartnerin für Bürger:innen in Fragen rund um Tierschutzmeldungen, Fundtiere sowie die Hundehaltung in der Stadt.

Wie war dein Ausbildungsweg?

Nach der Matura in Steyr habe ich Veterinärmedizin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien studiert und mit dem Doktorat abgeschlossen. Danach hat mich mein beruflicher Weg zunächst nach England geführt, wo ich in Kleintierpraxen gearbeitet habe. Später bin ich wieder nach Österreich zurückgekehrt und war als praktische Tierärztin in Wien und Steyr tätig. Für die Tätigkeit als Amtstierärztin war zusätzlich eine zweijährige Ausbildung im Bereich der öffentlichen Veterinärverwaltung notwendig. Da meine Arbeit auch viel mit Menschen, Kommunikation und Konflikten zu tun hat, habe ich außerdem die Ausbildung zur eingetragenen Mediatorin absolviert. Diese Fähigkeiten sind für meinen Alltag als Amtstierärztin sehr hilfreich. Eine weitere Vertiefung im Bereich Verhaltensmedizin ermöglicht es mir zudem, besonders beim Thema Hundehaltung in der Gemeinde kompetent zu beraten.

Wie bist du zur Stadt Steyr gekommen?

Die Arbeit mit Tieren und Menschen hat mich schon immer fasziniert. Als die Stelle der Amtstierärztin beim Magistrat Steyr ausgeschrieben wurde, hat mich das Aufgabenprofil sofort angesprochen. Für mich war schnell klar, dass ich in dieser Funktion einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten kann, sowohl im Bereich Tierschutz als auch für die öffentliche Gesundheit in der Stadt. Die Vielseitigkeit des Berufs hat mich letztendlich überzeugt, mich zu bewerben.

Wie war der Bewerbungsprozess?

Der Bewerbungsprozess beim Magistrat Steyr war sehr professionell und transparent. Nach der schriftlichen Bewerbung wurde ich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, bei dem sowohl meine fachlichen Kenntnisse als auch meine Persönlichkeit im Mittelpunkt standen. Ich wurde von Anfang an offen über die Aufgaben und Erwartungen informiert, was mir die Entscheidung sehr erleichtert hat.

Was gefällt dir an deinem Beruf?

Was mich an meiner Arbeit besonders begeistert, ist die große Abwechslung. Ich bin viel unterwegs in Betrieben, bei Kontrollen oder im direkten Austausch mit Menschen. Besonders Tierschutzfälle können emotional herausfordernd sein, aber gerade dort merke ich, warum dieser Beruf so wichtig ist. Besonders schön finde ich, dass meine Tätigkeit einen echten Mehrwert schafft: für Tiere, für Bürger:innen und für die gesamte Stadtgemeinschaft. Meine Arbeit verbindet medizinisches Fachwissen, Rechtskenntnisse und Menschlichkeit und genau das macht sie für mich so besonders.

Was ist das Spannende an meiner Arbeit?

Das Spannende ist eindeutig die Vielfalt. Ich habe mit vielen unterschiedlichen Tierarten zu tun, von Hund und Schwein bis hin zu Geflügel oder auch exotischen Fällen. Manchmal gehören auch kuriose Einsätze dazu, etwa eine vermeintliche Königspython, die sich am Ende als schlangenförmiger Zierkürbis herausgestellt hat. Kommunikationsstärke und ein guter Umgang mit Konflikten sind in meiner Arbeit sehr wichtig. Manchmal hat man es mit aufgebrachten, emotionalen Menschen zu tun. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, um rasch zu Lösungen zu kommen.

Wie würdest du deine Arbeitgeberin neuen Kolleg:innen in wenigen Worten erklären?

Für mich bedeutet die Arbeit beim Magistrat Steyr, Teil dieser Stadt zu sein und aktiv mitzugestalten. Man arbeitet in einem wertschätzenden und kollegialen Umfeld mit klaren Strukturen, hat aber gleichzeitig viel Eigenverantwortung und Gestaltungsspielraum. Wer eine sinnstiftende Tätigkeit sucht, bei der man wirklich etwas bewegen kann, ist hier genau richtig.

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