Gleichbehandlungs- und Lehrlingsbeauftragte

Gleichbehandlungs- und Lehrlingsbeauftragte

„Wenn ich sehe, wie aus schüchternen Jugendlichen selbstbewusste junge Menschen werden, weiß ich, warum ich diesen Beruf so gerne mache.“

Sabine Floßmann

Stadtmagistrat Innsbruck

Was machst du als Gleichbehandlungs- und Lehrlingsbeauftragte?

Meine Aufgaben sind vielfältig – und genau das macht meinen Beruf so spannend. Als Lehrlingsbeauftragte begleite ich junge Menschen vom ersten Kontakt bis zum Lehrabschluss. Ich organisiere Schnupperpraktika, plane Onboarding-Events wie Rathausführungen oder Datenschutzschulungen, erstelle individuelle Lehrlingsmappen und bin auch für die interne Koordination mit Ausbildner:innen, Eltern, Berufsschulen und der Personalabteilung verantwortlich. Ich kümmere mich um Fortbildungen, erstelle Rotationspläne und schaffe Strukturen, die es Lehrlingen ermöglichen, in unterschiedlichen Bereichen Erfahrungen zu sammeln.
Als Gleichbehandlungsbeauftragte bin ich Ansprechpartnerin für alle Mitarbeitenden, die Fragen oder Anliegen zum Thema Gleichstellung haben. Ich begleite Verfahren, sitze in der Gleichbehandlungskommission, halte Vorträge bei der Willkommensveranstaltung neuer Kolleg:innen und bringe mich aktiv in verschiedene Arbeitsgruppen ein. Besonders wichtig ist mir dabei: zuhören, unterstützen und mitgestalten – damit sich alle bei der Stadt fair behandelt fühlen.

Wie bist du zur Stadt Innsbruck gekommen?

Mein Weg zur Stadt begann 1989. Zuvor war ich als Karenzvertretung beim Bund tätig und habe dort die Vorteile und Entwicklungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst kennengelernt. Als die Kollegin zurückkehrte, habe ich mich beim Stadtmagistrat Innsbruck beworben – mit Erfolg. Am 11. Dezember 1989 trat ich meine erste Stelle im Gesundheitsamt an. Danach war ich viele Jahre Assistentin der Amtstierärztin, bevor ich 2022 in meine heutige Doppelfunktion wechselte.
Ich habe in diesen 37 Jahren viele Stationen durchlaufen, aber nie meinen Arbeitgeber wechseln müssen. Das zeigt, wie vielfältig die beruflichen Wege innerhalb einer Stadtverwaltung sein können.

Was gefällt dir an deinem Beruf?

Die Stadtverwaltung ist wie ein kleines Universum – mit so vielen Bereichen, Menschen und Themen. Ich konnte mich beruflich und persönlich weiterentwickeln, verschiedene Fachbereiche kennenlernen und meine Stärken immer wieder neu einbringen. Besonders schätze ich, dass ich heute in einer Position bin, in der ich sowohl mein Wissen aus der Verwaltung als auch meine persönliche Erfahrung gezielt einsetzen kann.
Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen erfüllt mich dabei ganz besonders. Wenn ich miterlebe, wie sich ein eher stiller Lehrling in wenigen Jahren zu einer selbstbewussten Persönlichkeit entwickelt – und ich daran ein Stück weit mitwirken durfte –, dann ist das für mich unglaublich bereichernd.

Was schätzt du an deiner Arbeit?

Was mir wirklich viel bedeutet: Meine Arbeit hat Sinn. Als Gleichbehandlungsbeauftragte kann ich ganz konkret dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen für meine Kolleg:innen zu verbessern. Ich bin Ansprechperson, Vertrauensperson, aber kein Teil eines konkreten Amts – das erlaubt mir einen „Blick von außen“ und wird im Haus sehr geschätzt.

Als Lehrlingsbeauftragte kann ich meine Begeisterung für den Beruf an die nächste Generation weitergeben. Und auch als Mutter war die Stadt immer ein fairer Arbeitgeber für mich: Als meine Kinder klein waren, konnte ich in Teilzeit und mit flexiblen Arbeitszeiten arbeiten. Heute bin ich wieder in Vollzeit tätig – das hat mir viel ermöglicht.

Wie würdest du deine Arbeitgeberin in wenigen Worten beschreiben?

„Wir ALLE sind Stadt“ – das beschreibt es für mich am besten.
Ich empfinde meine Arbeitgeberin als sehr familienfreundlich, sozial und vielseitig. Es gibt ein breites Betätigungsfeld, gute Sozialleistungen und ein Klima, in dem man auch nach vielen Jahren gerne zur Arbeit geht. Nach über 37 Jahren bin ich immer noch mit Freude Teil des Teams – das sagt, glaube ich, alles.

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