Referent Krisenmanagement, Katastrophen- und Zivilschutz

Referent Krisenmanagement, Katastrophen- und Zivilschutz

„Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif“

Mario Barta

Stadt Leonding

Was macht ein Referent in der Verwaltung für Krisenmanagement und Katastrophenschutz?

In meiner Funktion bereite ich die Bereiche Krisenmanagement, Katastrophenschutz und Zivilschutz, sowohl im vorbeugenden als auch im abwehrenden Sinne, für die Stadt Leonding vor. Dazu gehören die Erstellung von Einsatz- und Katastrophenschutzplänen, Risikoanalysen und die Erhebung von Bedrohungsbildern. Außerdem organisiere ich Ausbildungen und Übungen für den Katastrophenschutzstab. Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Feuerwehrwesen in der Verwaltung, den Blaulichtorganisationen und der Politik. Auch der Zivilschutz, mittels Information und Beratung der Bevölkerung zur Eigenvorsorge, spielt eine wichtige Rolle. Der Austausch mit Zivilschutzbeauftragten der Stadt Leonding ist auch hier unerlässlich. Ziel ist es, das Zusammenspiel von Verwaltung über Einsatzorganisationen bis hin zur kritischen Infrastruktur mittels der Sicherheitsarchitektur der Stadt Leonding gut abzubilden.

Wie war dein Ausbildungsweg?

Geprägt hat mich von Anfang an meine Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr. Nach dem Hauptschulabschluss habe ich eine Lehre zum Maschinenschlosser gemacht und mit dem Lehrabschluss abgeschlossen. Schon damals war für mich klar, dass ich mich laufend in so vielen Bereichen wie möglich weiterbilden möchte. Parallel zu meiner Ausbildung spezialisierte und bildete ich mich in der Feuerwehr weiter. Meine Leidenschaft für Technik, Organisation und Ausbildung brachte mich bereits in jungen Jahren, sowohl beruflich als auch privat, früh in Führungsrollen. Diese zwei Erfahrungen sind untrennbar miteinander verbunden. Im Laufe meines Berufslebens kamen zahlreiche weitere fachliche und persönlichkeitsbildende Ausbildungen dazu, unter anderem auch eine Trainerausbildung. Weiterbildung und Spezialisierung sind im heutigen Berufsbild selbstverständlich und angesichts der laufenden Entwicklungen in vielen Bereichen auch unerlässlich.

Wie bist du in die Stadt Leonding gekommen?

Mein Weg in den öffentlichen Dienst war eher ein Zufall. Ich komme ursprünglich aus der Technik und Organisation und war jahrelang freiwillig bei der Feuerwehr tätig. Während einer Alpenüberquerung habe ich auf einer Schutzhütte zufällig eine Stellenausschreibung der Stadt Leonding entdeckt. Da solche spezialisierten Positionen selten sind und ich über viele Jahre Erfahrung im Feuerwehrdienst und bei Katastropheneinsätzen gesammelt habe, war für mich schnell klar, diese Chance muss ich nutzen.

Wie war der Bewerbungsprozess?

Ich habe meine Bewerbung mit Lebenslauf und allen relevanten Ausbildungsnachweisen an die Stadt Leonding übermittelt. Anschließend wurde ich zu einem Gespräch eingeladen, an dem der Abteilungsleiter, die Leiterin der Personalabteilung und der Pflichtbereichskommandant der Feuerwehren teilgenommen haben. Das Gespräch war durchaus fordernd, gleichzeitig aber sehr wertschätzend. Schon im Gespräch zeigte sich, dass meine Erfahrung gut zu den Anforderungen passt. Wenige Wochen später habe ich meinen Dienst bei der Stadt Leonding begonnen.

Was gefällt dir an deinem Beruf?

Besonders schätze ich das Team, in dem ich arbeiten darf, sowie die Gestaltungsfreiheit in meinem Aufgabenbereich. Die oft komplexen und herausfordernden Themen machen den Job spannend, ebenso wie die Zusammenarbeit mit vielen internen und externen Partnern. Die Verantwortung, die damit verbunden ist, und die Möglichkeit, meine Erfahrungen einzubringen und weiterzugeben, motivieren mich sehr. Ganz nach dem Credo: Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif.

Was ist das Spannende an deiner Arbeit?

Man muss für alles, was passieren kann, gerüstet sein. Die Arbeit bewegt sich in sehr spezifischen Fachbereichen und verbindet Technik, rechtliche Grundlagen, Organisation sowie Aus- und Weiterbildung. Große Themen wie Blackouts, Klimawandel oder neue Technologien spielen ebenso eine große Rolle. Genau diese Kombination und die menschliche Komponente dahinter, ist das, was mich antreibt.

Was schätzt du an deiner Arbeit?

Ich schätze vor allem das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, und die gute Zusammenarbeit im Team. Wichtig ist mir auch, dass meine fachliche Einschätzung gehört wird und ich mein Erfahrungspotenzial täglich einbringen kann. Besonders wertvoll finde ich außerdem die Möglichkeit, über den Tellerrand zu blicken.

 

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